Hamburg bietet Hafenkulisse, Schanze und Kiez. Disarstar zog es dennoch in den Volkspark. Dort suchte er Inspiration im Grünen, mit Hund an der Seite und Beats im Ohr.
Der Hamburger Rapper Disarstar hat sein neues Album im Volkspark geschrieben. „Ich bin jeden Samstag- und Sonntagmorgen mit meinem Hund hierhergekommen, habe Beats gehört und so lange im Auto gesessen, bis ich die erste Zeile hatte“, sagte der 31-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Erst dann sei er spazieren gegangen und habe währenddessen weitergeschrieben.
Die Platte „Hamburger Aufstand“ erscheint heute. Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Gerrit Falius heißt, bleibt auch privat seiner Stadt eng verbunden. „Ich bin aus St. Pauli weggezogen, aber immer noch in Hamburg-Mitte. So ganz weit weg hätte ich es nicht hingekriegt.“
Neben der Musik macht Falius in Hamburg eine Tischler-Ausbildung – trotz mehr als 700.000 monatlichen Hörern auf Spotify. „Ich habe mich ganz normal in einer Werkstatt beworben. Es ist denen scheißegal, dass ich Musik mache“, sagte er. Bei Außenterminen werde er zwar manchmal erkannt – aber nur selten. „Die Schnittmenge zwischen Leuten, die sich einen Schrank für 25.000 Euro einbauen lassen und Leuten, die meine Musik hören, ist einfach sehr gering.“